Mai 2016

Im Mai enthält das Craft Beer Paket Biere, die sich auch an die wärmer werdenden Temperaturen anpassen. Mit dem St. Feullien Grand Cru und dem Westmalle Dubbel sind zwar noch zwei sehr alkoholhaltige Biere mit dabei, doch gerade das St. Feullien ist im Geschmack sehr schlank. Dabei ist das Helle von BRLO der perfekte Begleiter in der Grillsaison.

Camba Bavaria Dry Stout

Camba Bavaria's Dry Stout hat nur 4,5% Alkohol. Damit ist es eine rechte Herausforderung den intensiven Geschmack eines Stouts zu erzeugen. Beim Riechen erkennt man Bitterschokolade und Kakao. Von einem Stout erwartet man stilgemäß ein cremiges und samtiges Mundgefühl. Beim Trinken kann man unterschiedliche Röstaromen erahnen, die von Röstkastanien bis zum dunklen Bauernbrot reichen.

Eigentlich hätte die Camba Bavaria Brauerei nur ein Showroom für den Brauanlagenhersteller BrauKon werden sollen, doch heute ist Camba unter Craft Beer Trinkern eine sehr bekannte Marke. Das schnelle Wachstum sorgte dafür, dass zuletzt gleich drei renommierte Braumeister zur Camba wechselten. Die neue Führungsriege beschäftigt sich nun neben traditionellen Sorten und Craft Beer Stilen auch mit Bieren, die in Eichenfässern reifen.

Westmalle Dubbel

Wenn jemand Dubbel sagt, denke ich an Westmalle. Das Bier gehört auf ratebeer.com zur absoluten Spitze seiner Klasse und liegt nur knapp auf Platz 2 des Bierstils. Es ist ein dunkles Trappistenbier, das neben Wasser, Hopfen, Malz und Hefe auch mit Zucker gebraut wird. Dadurch erhält es die 8% Alc. und auch den süßlichen Geschmack. Waldbeeren, Himbeeren, Pflaumen, Vanille; Man hat eine ganze Reihe an Aromen im Glas, die sich gut ergänzen und so zu einem komplexen Geschmackserlebnis führen.

Die Trappistenbrauerei aus Westmalle ist eine von weltweit 9 Brauereien des Trappistenordens. Hier wird die Produktion bewusst klein gehalten um nachhaltig zu brauen. Gewinne aus der Brauerei und der angeschlossenen Käserei werden für karitative Zwecke genutzt. Das Kloster engagiert sich dabei nicht nur in der eigenen Region, sondern auch außerhalb Belgiens.

St. Feuillien Grand Cru

Das Besondere am Grand Cru von Saint Feullien ist, dass es trotz seiner 9,5% sehr leicht ist. Ganz im Gegensatz zu einem IPA ist es leicht und spritzig. Man muss auf die feinen und balancierten Noten achten. Durch den Einsatz von Champagnerhefe wurde diesem Bier eine prickelnde Säure verliehen.

Der Heilige St. Feuillien wurde um 655 in einem Wald in Belgien geköpft. Er stammte aus Irland und kam zum Missionieren auf den Kontinent. An der Stelle seines Märtyriums wurde eine Kapelle und später ein Kloster errichtet. Die dort ansässigen Mönche brauten früher Bier, jedoch ist die Brauerei seit 1873 in Familienbesitz.

Buddelship Steelyard

Das Steelyard Pale Ale von der hamburger Buddelship Brauerei ist eine Ode an die Hansestadt und den Bierstil zugleich. Steelyard hieß nämlich der Kontor der Hanse in London, der Hauptstadt des Pale Ale Bierstils. Die Hopfensorten Centennial und Cascade kommen aus den USA. Das Maris Otter Malz ist ein englisches. So spiegelt sich die Internationalität auch in den Zutaten wider. Die Zitrusaromen der Hopfen werden hier gut ausbalanciert von den Bisquit- und Karamellnoten des Malzes.

Buddeship unterteilt seine Biere in die Kategorien Heimathafen und Auf See. Ersteres sind deutsche Bierstile wie Pils und Weißbier, Auf See stellt die internationalen Biere wie Pale Ale und Belgisches Saison dar. So knüfen die Hamburger an eine lange Tradition an. Einst galt die Stadt als das Brauhaus der Hanse. Heute gibt es mehr und mehr Craft Brauer, die die damalige Vielfalt wieder zurück bringen. Noch dazu arbeitet Buddelship auch gerne mit anderen Brauereien zusammen. Beispielsweise für Sauerkrautbier mit den Norwegern von Lervig oder das Buddelpeters Cuvee, eine Berliner Weiße mit Johannes Heidenpeters.

Hopfenstopfer Incredible Pale Ale

Das Incredible Pale Ale wird von der Brauerei Hopfenstopfer selbst als Quad Hop bezeichnet. Das bedeutet, dass vier Hopfensorten verwendet werden. Die in Deutschland angepflanzten Hallertauer Taurin und Hallertauer Saphir, der Cascade Hopfen, der ursprünglich aus den USA kommt, jedoch in der Hallertau seit einiger Zeit ebenfalls gepflanzt wird und eine vierte Sorte die sich im Laufe der Zeit änderte. So war es vor einigen Jahren noch der neuseeländische Nelson Sauvin Hopfen, ist im Moment jedoch der beliebte amerikanische Amarillo Hopfen.

Als Ableger des Häffner-Bräu entstand 2008 Hopfenstopfer. Bei der Marke geht es darum Bier mit lokalen Rohstoffen zu produzieren. Dabei wird die Technik des Hopfenstopfens genutzt. Das bedeutet, dass man nach dem Würzekochen noch einmal Aromahopfen in den Sud gibt. So verdampfen die für den Geruch wichtigen ätherischen Öle nicht. Ursprünglich ging es nur darum saisonell besondere Biere zu brauen, heute gibt es vier der Hopfenstopfer-Biere das ganze Jahr über.

BRLO Helles

Ein Helles ohne viel Tamtam. Einfach nur zum Trinken, ohne zu philosophieren. So kommt das Helle von BRLO daher. Perfekt als Feierabendbier oder im Park. Oder zum Aufwärmen vor intensiveren Pale Ales oder IPAs. Neben der schönen Optik ist bei diesem Bier auch hervorzuheben, dass ausschließlich deutsche Malze und Hopfen verwendet werden. Besonders die Fruchtigkeit des Tettnanger Aromahopfens macht sich hier bemerkbar.

BRLO ist der Begriff, der aus dem alt-slawischen stammt und aus dem irgendwann „Berlin“ wurde, der Name der Stadt, in der auch die Brauerei BRLO beheimatet ist. Erst seit November 2014 sind die drei Gründer mit ihrer eigenen Brauerei im Geschäft und bereits jetzt gehören sie zu den Top Anlaufstellen in Berlin, was Craft Bier betrifft.