August 2020

Wer kann in der Sommerhitze nicht etwas Erfrischung gebrauchen? Ein besonders alkoholarmes Bier wie das Heinzlein Dunkel passt da besonders gut. Oder wenn du auf eine kräftige Portion Hopfen dennoch nicht verzichten möchtest, dann vielleicht das Seisiún.

Auch das Król Lata ist gut trinkbar und passt perfekt für den Sommer. Besonders viel Hopfen verspricht dagegen das NEIPA Jungle Trip.

Ein Weißwein wie z.B. Sauvignon Blanc passt im Sommer auch ganz gut, doch ähnliche Aromen lassen sich in Hopfensorten finden. Dabei ist der neuseeländische Nelson Sauvin im Rheinderby Nr.1 besonders dominant und der bayerische Hallertau Blanc im Kellerpils von Hanscraft & Co.

Heinzlein Dunkel

Gerade im Sommer steigt alkoholreiches Bier schnell in den Kopf, doch ein kühles Glas ist oft die beste Erfrischung. Das Heinzlein Dunkel ist genau richtig, um in der Hitze ein geschmackvolles und niedrigalkoholiges Getränk zu sich zu nehmen. Das dunkle Bier ist vor allem geprägt durch die Röstaromen, die auch an Kaffee erinnern.

Heizlein gab es in Bamberg schon im 19. Jahrhundert. Das traditionsreiche, alkoholarme Bier war gerade für körperlich schwer arbeitende Gärtner bestens geeignet und wurde sogar an Kinder ausgeschenkt, da im Bier die meisten Keime abgetötet waren und es so sauberer war als Wasser. Dieses Traditionsbier hat es leider nicht in das 20. Jahrhundert geschafft, doch heute lässt die Bamberger Familienbrauerei Hellerbräu die Tradition neu aufleben und hat sowohl das helle als auch das dunkle Heinzlein wieder zu Leben erweckt.

Hanscraft & Co. Kellerpils

Eine zeitgemäße Interpretation des Bierstils verspricht Hanscraft uns. Pils ist schließlich der Deutschen liebste Biersorte und man muss ja nicht gleich alles über Bord werfen, um ein gutes Bier zu brauen. Eine der modernen Hopfenzüchtungen Bayerns – der Hallertauer Blanc – wurde für dieses Bier verwendet. Am besten kombiniert sich so ein Bier entsprechend auch mit traditioneller und gutbürgerlicher Küche.

Zuerst wollte Christian Hans Müller Bier für die gehobene Gastronomie brauen. Etwas, das Wein Paroli bieten kann und in der Regel fassgelagert ist. Doch als er 2013 das Backbone Splitter IPA als Experiment unter der Marke Hanscraft verkaufte, landete er direkt einen Hit. Die damals noch recht kleinen Craft Beer-Szenen in Berlin und Hamburg haben das Bier liebend gerne angenommen. Von da an war klar, dass der frühere Zahnmediziner nun eine Craft Beer-Marke aufbaut.

PINTA Król Lata

Das Król Lata ist ein Witbier mit Haferflocken. Erst mal zum Witbier: Der belgische Bierstil war vor wenigen Jahren nahezu ausgestorben, erfreut sich aber nun wieder großer Beliebtheit. Das Bier wird mit Koriander und Orangenschale gebraut und zeichnet sich durch seine Leichtigkeit aus. Dazu kommt, dass dieses Bier auch mit Haferflocken gebraut wurde. Diese sorgen für ein besonders rundes Mundgefühl.

Pinta ist eine der besten Craft Bier-Brauereien in Polen. Die Gründer Grzesiek, Marek und Ziemek sind seit 2011 dabei, den polnischen Biermarkt zu revolutionieren. Pinta hat seitdem mit vielen Bierstilen und noch mehr Experimenten Abwechslung und spannende Geschmäcker geboten.

Munich Brew Mafia Jungle Trip

Jungle Trip, das ist ein NEIPA. Ein sogenanntes New England IPA, das im Nordosten der USA als Bierstil erfunden wurde. Das Besondere dabei: Während das Bier genauso kräftig ist wie traditionelle IPAs, enthält es deutlich weniger Bitterstoffe. Dabei wurde sicherlich nicht am Hopfen gespart, sondern die Brauaurt führt dazu, dass aus dem Hopfen mehr aromatische Öle extrahiert werden, ohne die Bitterstoffe mit im Bier zu erhalten. Dabei ergibt sich eine besonders trübe und kräftige Farbe und ein sehr tropisch fruchtiger Geschmack – wie ein Ausflug in den Dschungel eben.

Die Munich Brew Mafia wurde 2016 von Dario Stieren und Niklas Zerhoch gegründet. Bereits mit 16 Jahren wollte Dario Brauer werden, hat dann mit 20 gemerkt, dass man das auch studieren kann und so seinen Diplom-Braumeister in Weihenstephan abgelegt. Die beiden Ur-Schwabinger kennen sich bereits, seitdem sie 13 waren und haben zusammen im Taphouse in München gearbeitet und so selbst erfahren, wie breit das Geschmacksspektrum von Craft Bier reichen kann.

Hensen, 777, Duex und Freigeist Rheinderby Nr.1

Das Rheinderby Nr.1 ist mit Roggen gebraut und mit sehr viel Nelson Sauvin gehopft. Das schlägt sich deutlich auf den Geschmack nieder, denn das Roggenmalz sorgt für eine besondere Würze und der Hopfen rundet das mit Geschmäckern von Pinie und Stachelbeere ab. Nelson Sauvin ist der beliebteste Hopfen Neuseelands und zeichnet sich durch sein einzigartiges Aroma ab, das auch sehr an Sauvignon Blanc erinnert, was der Hopfensorte den Namen verliehen hat.

Wenn sich ein Kölner, ein Gladbacher, eine vom Niederrhein und eine Aachenerin treffen, dann unterhält man sich in der Regel über Fußball. Oder über Bier. In diesem Fall über beides, denn so ist das Rheinderby Nr.1 entstanden. Dabei gibt's das Brauprojekt 777 aus Spellen bereits seit 2012, Duex gibt's in Köln seit 2018, Sebastian Sauer von Freigeist erweckt seit 2009 alte Bierstile zu neuem Leben und die Hensen Brauerei gibt's in Mönchengladbach seit 2015

Brehon Brewhouse Seisiún

Wenn in irischen Pubs musiziert, gesungen, getanzt und getrunken wird, dann nennt man das Seisiún. Dieses leichte Session Pale Ale ist genau für sommerliche Tänze gemacht, denn es erfrischt mit Aromen von Maracuja und Mango. Dabei hat das Bier nur 3,5% Alkoholgehalt und ist genauso stark gehopft wie das Imagine NEIPA mit 6,2% Alkohol – eine wahre Hopfenbombe also.

Ulster ist neben drei anderen Provinzen eine Region der irischen Insel. So umfasst Ulster neben Nordirland auch Teile der angrenzenden Republik Irland. In dieser Gegend Irlands befindet sich auch das Brehon Brewhouse. Auf einem alten Bauernhof inmitten der sanften Hügel Ulsters werden Biere mit Wiedererkennungswert sorgfältig gebraut.