Dezember 2019

Weihnachten steht vor der Tür und so ist es das perfekte Paket, um eine Reihe Weihnachtsbiere zu präsentieren.

Da gibt es zum einen die traditionellen Weihnachtsbiere – das Wiethaler Weihnachtsfestbier mit fränkischer Tradition, der belgische Klassiker Delirium Christmas und das ebenfalls aus Belgien stammende Corsendonk Christmas Ale –, die alle gut zum Weihnachtsgebäck passen.

Zum anderen sind da die modernen Craft Bier-Sorten mit Uroma Lene, einem Brown Ale mit Lebkuchengewürz, dem mexikanisch angehauchten Xocoveza Stout und der Hopfenbombe Schrille Nacht.

Wiethaler Weihnachtsfestbier

Was für ein Bier passt denn gut zu Stollen, Lebkuchen und Plätzchen? Das Wiethaler Weihnachtsfestbier schmeckt recht nussig, duftet nach Röstaromen und lässt deutlich spüren, dass es mit Karamellmalz gebraut ist.

1498 wurde die Brauerei in Neunhof bereits gegründet. Seit 1963 ist sie im Besitz der Familie Wiethaler. Die fränkische Brauerei legt besonders viel Wert auf regionale Zutaten. Dabei kommt das Malz von zwölf Landwirten in zehn Kilometern Umkreis und wird im Lohnmalzverfahren in der Nähe energieschonend vermälzt. Auch mit den Hopfenbauern bestehen enge partnerschaftliche Beziehungen. Das Wasser kommt gar aus dem Brauerei eigenen Tiefbrunnen.

Delirium Christmas

Auch bekannt als Delirium Noël ist das Bier mit dem rosa Elefanten ein belgisches Weihnachtsbier. Mit seinen 10% eignet sich das Belgian Strong Ale besonders an kalten Tagen zum Genießen vor dem Kamin. Auch geschmacklich erinnert es an Weihnachten: Noten von Pflaumen, Feigen und Rosinen und etwas Vanille machen es zu einem komplexen Bier für die Winterzeit.

Die Huyghe-Brauerei gehört nicht zu den jungen Wilden der Craft Bier-Szene, sondern ist eine belgische Familienbrauerei mit einer Tradition, die bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts zurückreicht. Neben der Delirium-Reihe gibt es noch neun weitere Marken, die sie aktiv betreibt.

Corsendonk Christmas Ale

Dieses reichhaltige Winterbier setzt auf englischen Kent Golding Hopfen und helles Malz, Münchner Malz und Caramünchner Malz. Das Bier duftet winterlich nach allerlei Weihnachtsgebäck. Dabei fermentiert das Bier in der Flasche nach der Abfüllung noch ein zweites Mal.

Das 1398 gegründete Kloster Corsendonk war eine bedeutende Mälzerei und Brauerei. Bier zu brauen war für die Mönche eine besinnliche Aufgabe. Doch 1784 ließ der österreichische Kaiser Joseph II. das Kloster schließen. So wechselte auch die Brauerei in den folgenden Jahrhunderten mehrmals die Besitzer. Heute wird das Corsedonk Bier bei der Craft Brauerei Du Bocg in den belgischen Ardennen eingebraut.

Mashsee Uroma Lene

Vielleicht bist du ja schon lange genug dabei, um vor einem Jahr die Oma Lene getrunken zu haben. Ein Brown Ale mit Lebkuchengewürzen von Lenchen, das ganz winterlich duftet. Ein Teil der Biere von 2018 wurde eingelagert, um weiter zu reifen und nun haben wir 2019 die Uroma Lene. Ein flaschengereiftes Produkt, das mit der Zeit an Reife und Geschmack gewonnen hat.

Mash ist englisch für Maische, also ein Vorprodukt des Biers. Hannoveraner kennen den Maschsee. So haben sich Kolja und Alexander für ihre Brauerei in Hannover den Namen Mashsee ausgedacht. Kolja ist Diplom-Braumeister und hatte schon immer den Traum, eine eigene Brauerei zu eröffnen. 2013 hat er Bier-Sommelier Alexander kennengelernt – natürlich bei einem Bier. Zusammen gründeten die beiden Mashsee mit dem Plan, eine vollwertige Brauerei in Hannover aufzubauen.

Stone Brewing Xocoveza

Vor ein paar Jahren gewann Heimbrauer Chris Banker den jährlichen Stone Brewing-Heimbrauerwettbewerb und so wurde sein Xocoveza einmal groß aufgelegt. Doch das Bier wurde so schnell ausgetrunken, dass die eingefleischten Stone Brewing-Fans mehr davon wollten. Nun ist Xocoveza jährlich im Wintersortiment der kalifornischen Craft Brauer. Das Bier ist mit einer Reihe von besonderen Zutaten gebraut: Von Kakao über Kaffee, Chilischoten, Vanille, Zimt, Muskat und Laktose ist vieles mit dabei.

Große Pläne hatte Stone Brewing in Berlin. Ein ehemaliges Gaswerk wurde in den letzten Jahren zu einem riesigen Mekka für Craft Bier umgebaut. Doch im April wurde verkündet, dass der Standort an die Craft Brauer von Brewdog übergehen muss. Wahrscheinlich wird Stone Brewing dort weiterhin Biere für den europäischen Markt brauen, doch kurzfristig ist es ein Rückschlag für die Amerikaner.

Kuehn Kunz Rosen Schrille Nacht

Im Dezember 2018 fand die 4. Craft Bier Messe Mainz statt. Im Vorfeld dazu gab es einen Hobbybrauerwettbewerb, bei dem der Gewinner zum Messebier gekürt wurde. Für die Messe wurde dann bei Kuehn Kunz Rosen eingebraut und das Bier ist dort nun ins Wintersortiment gerutscht. Das Schrille Nacht ist ein fruchtig-bitteres IPA, gewürzt mit Kardamon, Piment und Piniennadeln.

Wendelin Quadt gab seine Rolle bei einem IT-Dienstleister auf, als er seine wahre Leidenschaft entdeckte: Er war vom Craft Beer so fasziniert, dass er unbedingt eine Brauerei gründen wollte. Dazu brauchte er zwei Dinge. Einen Braumeister, den er in dem Berliner Hans Wägner schnell gefunden hat und einen Namen. Dazu ging er zurück in die Zeit, in der deutsche Bierkultur dokumentiert wurde. Kunz von der Rosen war Berater und Hofnarr am bayerischen Herzogshof als das "Reinheitsgebot" erlassen wurde. Dieser sehr kühne Geselle ist nun Namensgeber für die Mainzer Brauerei.