April 2019

Dieses Paket ist, passend zum Beginn der Grillsaison, voll mit passenden Durstlöschern: Fridolin ist ein spannendes Vollbier aus Fulda, Flinn ein spritziges Roggen-Ale mit norwegischer Hefe und das Gin & Tonic IPA steckt voller Aromen, die das Bier erfrischend anders machen.

Ein passendes Bier für die Fastenzeit gibt es von Schlenkerla ebenfalls. Noch besser gewürzt ist das Holy Day der griechischen Septem Brauerei.

Und jeder Hophead darf sich ganz besonders auf die Doldensau freuen. Das IPA ist kräftig und voll gestopft mit wunderbaren Hopfensorten.

Hohmanns Brauerei Fridolin

Fridolin ist ein bernsteinfarbenes Vollbier. Man schmeckt die kernigen und karamellisierten Einflüsse des Malzes so wie die spannenden Hopfenaromen. Es ist ein sehr unkompliziertes Bier, das gerade im Frühjahr beim Angrillen ein guter Dustlöscher ist.

Hohmanns Brauhaus wurde 2008 in der Nähe von Fulda gegründet. Das Brauhaus befindet sich mitten in der Altstadt und produziert seit 2014 auch moderne Craft Bier-Stile. Die kleine Brauerei legt viel Wert auf Qualität und übernimmt viele Schritte vom Schroten des Malzes bis hin zur Abfüllung selbst.

Septem Holy Day

Kann man ein Weihnachtsbier auch im April noch trinken? Wenn es so spannend gewürzt ist wie das Septem Holy Day, dann mit Sicherheit. Die Hommage an Weihnachten ist ein malziges Brown Ale mit Kardamon, Ingwer und gemahlenen Felskirschkernen, auch bekannt als Mahlab. Es ist ein komplexes Bier, das ich lieber in Ruhe genieße.

Septem, lateinisch für Sieben, wollten sie ihre Brauerei nennen. Denn die Zahl Sieben steht für die Schöfung. Warum die Griechen von Septem aber gerade einen lateinischen Namen verwendet haben, das verraten sie nicht. Die Verbindung zu Griechenland ist eine andere: Als Önologe hat sich Sofocles Panagiotou der Wissenschaft des Weins verpflichtet. Seine Kenntnis zum Mikroklima und der Ernte setzt er auch ein, um Malz und Hopfen zu den einzigartigen Septem-Bieren zu verarbeiten.

Flügge Flinn

Flinn klingt nicht nur nordisch, es ist auch ein Bier, das sehr nordische Wurzeln hat. Das Ale wurde mit Roggenmalz gebraut und mit einer norwegischen Farmerhefe vergoren. Das spritzige Bier besticht mit Sauerteig, Roggen, Orange und einem Spritzer Maracuja. Eine Tour entlang der Fjorde oder Wandern in den norwegischen Bergen, darauf hätte ich jetzt Lust.

Mitgründer Dominik Pietsch beschreibt Flügge als einen großen Spielplatz für Erwachsene. Als er einen Schwarzbier-Bock dann Raabe taufte, wurde schnell klar, der passende Name, den er und Mitgründer Joachim Amrhein für ihre Brauerei wählen, ist Flügge. Das Motto setzt sich auch auf den Etiketten fort, denn jedem Bier ist eine Vogelillustration von Pia Zölzer gewidmet.

Sakiškių Alus Gin & Tonic IPA

Neben Craft Bier ist einer der größten Trends bei alkoholischen Getränken in den letzten Jahren Gin. Die Spirituose ist vor allem von den verwendeten Gewürzen geprägt. Wacholderbeeren sind immer mit von der Partie. Koriandersamen, Zimt, Lorbeer, Piment und Rosmarin sind weitere typische Aromengeber, die auch in diesem Bier verwendet wurden. Die Rolle des Tonics wird letztendlich von Orangen- und Zitronenschalen sowie den Hopfensorten Ahtanum and Azacca übernommen.

Sind wir überrascht, so ist das Team von Sakiškių alus glücklich. Die kleine 80qm-Brauerei aus Litauen braut ehrliches Bier, bei dem nichts gefiltert oder pasteurisiert wird und legt viel Wert darauf, dass jedes Bier auch den Stil im Namen hat, den es verkörpert. Das war auch die Vision vom Brauereigründer und früheren Heimbrauer Linas Zakarevičius, der seine Brauerei selbst aufgebaut hat. Sein größter Helfer war dabei sein Vater, der seinen Jahresurlaub darauf verwendete, dem kleinen Brauereigebäude ein Dach zu verleihen.

Schlenkerla Fastenbier

Das Fastenbier von Schlenkerla gibt's, wie der Name vermuten lässt, ausschließlich in der Fastenzeit. Gleich mehrere Dinge sind anders als beim Schlenkerla Rauchbier: Während beim Rauchbier ausschließlich Räuchermalze verwendet werden, ist im Fastenbier auch ungeräuchertes Malz enthalten. Außerdem ist das Fastenbier ungefiltert. Dadurch erhält es einen cremigeren und vollmundingeren Geschmack. Erst seit wenigen Jahren wird es in der Flasche verkauft. Zuvor war es ausschließlich im Brauereiausschank aus dem Holzfass zu genießen.

Traditionell ist den Klostermönchen von Aschermittwoch bis Ostern das Fasten verordnet. Gegessen wird in dieser Zeit nicht, aber flüssige Nahrung ist vom Fasten ausgenommen. So entstanden viele Klosterbiere, die nur zur Fastenzeit getrunken wurden. Das Haus Zum Blauen Löwen, in dem der Schlenkerla sein Bier braute, ist zwar kein Kloster, aber steht direkt neben einem Dominikanerkloster. Dabei ging es zwischen dem Kloster und dem Blauen Löwen nicht immer zimperlich zu: Die Geschichte des Hauses ist seit über 600 Jahren gut dokumentiert, da mehr als ein Gerichtsstreit in den Büchern festgehalten wurde.

Blech.Brut Doldensau

Mit gleich 7,0% Alc ist dieses IPA kein schüchternes Hopfenschweinchen, sondern eine richtige Doldensau. Gleich zweimal wurde das Bier kaltgehopft. Das heißt, von den Hopfensorten Magnum, Denali, Simcoe, Cascade, Mosaic und Amarillo wurden manche erst nach dem Würzekochen hinzugegeben, als das Bier wieder abgekühlt war. So erhält man viele von den ätherischen Ölen, die dem Bier die Aromen von Zitrusfrüchten geben, ohne übertönend bitter zu wirken.

Seit Juli 2018 verkauft Benedikt Steger sein eigenes Bier. Die Marke Blech.Brut spielt sowohl auf das Blech der Dose als auch auf die Brut, die rohe Kunst, in Form der künstlerischen Illustrationen auf den Dosen an. Seine Karriere hat Benedikt bereits vor einigen Jahren dazu gebracht, bei der Camba Bavaria Bier zu brauen. Während seiner Elternzeit hat er sich dann dazu entschieden die eigene Biermarke zu gründen.